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Es ist
wichtig, an heiligen Orten zu sterben. Das war eines der Geheimnisse der
Wüste...
Als ich sie umdrehte,
war ihr Körper bedeckt von glänzender Farbe. Kräuter und Steine und Licht
und Akazienasche, um sie zu verewigen. Der Körper, gegen geheiligte Farbe
gepreßt. Nur das Augenblau war fortgenommen, anonym gemacht, eine nackte
Karte, wo nichts abgebildet ist, keinerlei Anzeichen eines Sees, kein
dunkles Gedrängel von Bergrücken wie nördlich von Borku-Ennedi-Tibesti,
kein limonengrüner Fächer, wo die Nilflüsse in die offene Handfläche
Alexandrias münden, am Rand Afrikas.
Und all die Namen der Stämme, der Nomaden des Glaubens, die in der
Gleichförmigkeit der Wüste umherzogen und Glanz und Glauben und Farbe
sahen. So wie ein Stein oder eine Gußeisenbüchse oder ein Knochen zu etwas
Geliebtem und im Gebet unsterblich werden kann. In diese Herrlichkeit des
Landes tritt sie nun ein und wird ein Teil davon. Wir sterben und bergen in
uns den Reichtum von Geliebten und Stämmen, den Geschmack von Speisen, die
wir gegessen haben, Körper, in die wir eingetaucht und die wir hochgeschwommen
sind, als wären es Flüsse von Weisheit, Charaktere, in die wir geklettert
sind, als wären es Bäume, Ängste, in denen wir uns versteckt hielten, als
wären es Höhlen. Ich wünsche mir all dies auf meinem Körper verzeichnet,
wenn ich tot bin. Ich glaube an solch eine Kartographie - von der Natur
gezeichnet zu sein, nicht daß wir uns bloß auf einer Karte eintragen, wie
man die Namen reicher Männer und Frauen an Gebäuden verewigt. Wir sind
gemeinschaftliche Historien, gemeinschaftliche Bücher. Wir sind nicht
jemandem zu eigen oder monogam in unserem Geschmack oder unserer Erfahrung.
Alles, was ich mir wünschte, war, auf solch einer Erde zu gehen, die keine
Karten hatte.
Ich trug Katharine Clifton in die Wüste, wo es das gemeinschaftliche Buch
des Mondlichts gibt. Wir waren mitten im Gemurmel der Brunnen.
Im Palast der Winde.
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